46 Personen stärken in Zukunft die Begabungs- und Begabtenförderung an ihrer Schule
Kategorie News
Am Samstag, 24. Oktober 2026 fand im CAS «Begabungs- und Begabtenförderung integrativ» eine feierliche Abschlussveranstaltung mit persönlichen Grussworten, musikalischer Umrahmung und der Übergabe der Zertifikate statt. Sie bildete den würdigen Abschluss einer intensiven Weiterbildungszeit.
Im Zentrum des CAS Begabungs- und Begabtenförderung integrativ stand die Frage, wie unterschiedliche Begabungen und Potenziale von Kindern und Jugendlichen erkannt, gefördert und in ihrer Entwicklung unterstützt werden können. Dabei ging es nicht nur um besondere schulische Leistungen, sondern auch um Begabungen, die auf den ersten Blick wenig sichtbar sind oder sich nicht in den erwarteten Formen zeigen. Die Absolvent:innen setzten sich intensiv mit diagnostischen Perspektiven, begabungsfördernden Lernumgebungen sowie Fragen der Beratung und Schulentwicklung auseinander.
Die feierliche Zertifikatsübergabe stand im Zeichen der Potenzialentfaltung und einer gemeinsamen Verantwortung für Begabungs- und Begabtenförderung. Für einen besonderen musikalischen Akzent sorgte der 13-jährige Pianist Linus Scherz. Sein Klavierspiel machte auf eindrückliche Weise erlebbar, wie sich Begabung im Zusammenspiel von Interesse, Ausdauer, Unterstützung und geeigneten Entwicklungsmöglichkeiten entfalten kann.
Begabungs- und Begabtenförderung als gemeinsame Aufgabe der Schule. Begabungs- und Begabtenförderung ist nicht allein Aufgabe einzelner spezialisierter Fachpersonen. Vielmehr braucht es eine gemeinsame pädagogische Verantwortung von Lehrpersonen, Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Schulleitungen und ganzen Schulteams. Die Absolvent:innen übernehmen dabei eine wichtige Rolle: Sie bringen erweitertes Fachwissen in ihre Schulen ein, sensibilisieren für unterschiedliche Begabungsprofile und können Entwicklungsprozesse anstossen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, Begabungen zu erkennen, sondern auch Lernumgebungen und schulische Strukturen so zu gestalten, dass unterschiedliche Potenziale sichtbar werden und sich entwickeln können.
«Potenzial braucht Bedingungen, unter denen es sich entfalten kann» lautete denn auch eine der zentralen Botschaften der Abschlussrede von Dr. Denise da Rin. Die Leiterin des Zentrums Fachdidaktiken und Mehrsprachigkeit an der Pädagogischen Hochschule Zürich bereicherte die Feier mit einer persönlichen und wertschätzenden Ansprache. Ihre Worte verliehen dem Anlass eine besondere Wärme und unterstrichen die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für eine Schule, in der unterschiedliche Begabungen wahrgenommen und gefördert werden.
Esther Albertin, Bereichsleiterin Weiterbildung und Mobilität an der HfH, würdigte in ihrem Grusswort insbesondere die Vielfalt und Praxisnähe der Zertifikatsarbeiten. Sie betonte zudem den Wert der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit, die den CAS fachlich bereichert und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt. Der Zertifikatslehrgang wird in Kooperation zwischen der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) und der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) durchgeführt.
Herzliche Gratulation. Die HfH und die PHZH gratulieren den Absolventinnen herzlich zu ihrem Abschluss und wünschen ihnen viel Freude, Mut und Beharrlichkeit dabei, ihre Erkenntnisse in den Schulalltag einzubringen und die Begabungsförderung an ihren Schulen weiterzuentwickeln.